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Der Strom Ratgeber



Inhaltsverzeichnis


Allgemeines

Einführung

Die Stromrechnung auf einen Blick

Die Strompreisentwicklung

Strom und Staat - Steuern und Abgaben

Gewerbestrom - So viel bekommt der Staat

Strom wechseln und sparen

Stromanbieter wechseln schont die Haushaltskasse

Vertragsdetails bei Stromverträgen

Die Liberalisierung des Strommarktes

Die wichtigsten Energiearten

Staatliche Fördermittel für Neubauten und Renovierungen

Die Wärmepumpenheizung

Das IEKB - Sparmaßnahmen auch für Bürger

Ökostromanbieter

Ökosteuergesetze

Schwindel bei Ökostromzertifikaten

Strom sparen: Tipps


Allgemeines

Sie bezahlen wahrscheinlich zu viel für Ihren Strom


Strom ist Strom, nur eben günstiger. Meist ist nicht einmal eine Kündigung des alten Anbieters notwendig. Sie merken keinen Unterschied, außer in Ihrem Geldbeutel. Durch die im Jahr 1998 eingeführte Deregulierung des Strommarktes, steht es jedem Verbraucher frei, den Anbieter zu wechseln. Bei jedem Wechsel wird natürlich eine volle Versorgungssicherheit gewährleistet. Auf unserer Seite haben Sie die Möglichkeit, Stromtarife mit Hilfe unseres Stromrechners zu vergleichen - natürlich marktaktuell. Der Wechsel des Stromanbieters ist kinderleicht und ohne Risiko, denn grundsätzlich gilt: Erst vergleichen - dann wechseln und sofort Geld sparen.


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Stromwechsel - Der größte Irrtum ist...


Immer wieder wird der Wechsel des Stromanbieters von den Verbrauchern abgelehnt, da diese befürchten, dass es während der Umstellung zu eventuellen Ausfällen in der Stromversorgung kommen könnte. Allgemeine Unsicherheit herrscht auch in dem Falle, dass der Stromanbieter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, beispielsweise bei einer Insolvenz. Wird der Strom in solchen Fällen einfach abgestellt und man sitzt im dunklen? Diese Fragen können mit einem klaren und einfachen "Nein" beantwortet werden! Niemand muss befürchten eines Tages ohne Strom zu sein und auch dauerhafte Stromausfälle wird es nicht geben. Hierbei muss man sich vor Augen führen, dass mit einem Anbieterwechsel lediglich der Anbieter bestimmt wird, der den Strom in das Gesamtnetz einspeist. Die Stromversorgung erfolgt jedoch weiterhin über den örtlichen Stromanbieter. Zum Schutz der Verbraucher wurde das so genannte Stromversorgungsgesetz eingeführt. Laut diesem unterliegen die örtlichen Stromversorger der Verpflichtung, die uneingeschränkte Stromversorgung zu gewährleisten. Dies gilt auch dann, wenn der neue Anbieter seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt. Man spricht in solchen Fällen von der Ersatzversorgungsphase, die sich über den Zeitraum von drei Monaten erstreckt. Grundsätzlich kann in diesem Zeitraum ein neuer Anbieter gewählt werden. Erst nach Ablauf des Zeitraumes entsteht ein automatisches Vertragsverhältnis, wenn kein neuer Anbieter gewählt wurde.




Strom-Ratgeber - Einführung

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Erfahren Sie alles rund um das Thema Elektri­zität

In unserem Strom-Ratgeber haben wir für Sie nützliche Informationen über die wichtigsten Themen aus dem Bereich Strom zusammengestellt. Lesen Sie hier Wissenswertes zum Strommarkt und neuen, umweltfreundlichen Techniken des Heizens und der Energieproduktion. Wir zeigen Ihnen zudem, welche konkreten Neuerungen für das eigene Haus möglich sind und wie Sie mit ganz einfachen Maßnahmen Strom sparen können. Wenn Sie nach der Erklärung eines bestimmten Begriffes suchen, schauen Sie doch einmal in unser Stromlexikon.


Hier aber erst einmal das Wichtigste zuerst - kompakt zusammengefasst:


Strompreis selbst gestalten

Strompreise des lokalen Energieversorgers, denen man hilflos ausgeliefert ist: diese Zeiten sind längst vorbei. Immer mehr Verbraucher senken ihre Stromkosten, indem sie einen kosten­losen Vergleich durchführen für Strom. Preise der günstigsten Anbieter in Ihrem Wohngebiet werden im Internet innerhalb weniger Minuten aufgelistet. Die freie Wahl eines für Sie güns­tigsten Stromanbieters ist seit dem Jahre 1998 möglich, als der deutsche Energiemarkt libera­lisiert wurde, die Konkurrenz unter den Stromanbietern wuchs und die neue Nische unzählige Neugründungen von billigen Stromanbietern hervorrief. Seitdem ist auch ein wahrer Kampf um den Strompreis entstanden, den Sie sich zu Nutzen machen können.

Strompreise leicht vergleichen

Sobald Sie auf eines der Vergleichsportale im Internet schauen, werden Sie sehen, wie einfach es ist, die Strompreise zu vergleichen - und das natürlich völlig risikofrei und kostenlos. Auch müssen Sie keine persönlichen Daten eingeben, um den günstigsten Strom-preis für Ihren in­dividuellen Stromverbrauch zu erfahren. Im Stromtarifrechner, der Ihnen meist den Vergleich so einfach wie möglich macht, müssen Sie lediglich Ihre Postleitzahl und den Stromverbrauch des letzten Jahres eingeben und los geht's! Innerhalb weniger Sekunden erhalten Sie einen für Sie völlig unverbindlichen Preisvergleich, können die Stromanbieter, die die niedrigsten Strom­preise anbieten, auswählen und sich im Detail über deren Stromtarife informieren. Ein Wechsel kann gar nicht leichter sein.

Strompreise vergleichen kann sich immer loh­nen

Haben Sie erst vor kurzem Ihren Stromanbieter gewechselt und sind mit der Wahl zufrieden? Dennoch sollten Sie in regelmäßigen Abständen sicher gehen, dass Sie sich über den aktuellen Strompreis auf dem Laufenden halten, denn dieser steigt und verändert sich stetig. Ohne Min­destvertragslaufzeiten sind Sie stets flexibel und können sicherstellen, dass Sie Ihre Strom­rechnung selbst gestalten, indem Sie bei einer eventuellen Erhöhung Ihres Stromanbieters ein­fach und kostenlos zu einem anderen Anbieter wechseln, dessen Strompreise günstiger sind.

So gestalten sich Arbeits- und Grundpreis

Der Strompreis wird - wie auch der Gaspreis - von mehreren Komponenten beeinflusst. In der Regel besteht er aus einer Kombination von Arbeitspreis und Grundpreis. Der Grundpreis ist verbrauchsunabhängig und wird Ihnen monatlich verrechnet - auch wenn Sie keinen Strom verbrauchen. Der Arbeitspreis wird für die tatsächlich verbrauchte Menge (gemessen in Kilowattstunden) in Rechnung gestellt. Diese Aufteilung wurde eingeführt, um das Tarifsystem für den Konsumenten verständlicher zu machen. Stromsteuer, KWK- und EEG-Umlage, Konzessionsabgabe sowie Netznutzungsentgelt werden - je nach Lieferant - entweder in der Rechnung separat ausgewiesen oder sind bereits im Arbeitspreis enthalten. Der Grundpreis hingegen soll die Kosten für die Lieferbereitschaft, die Messeinrichtung, die Verbrauchsmes­sung sowie die Rechnungsstellung und das Inkasso abdecken.

Der Gesamt-Strompreis für Privatkunden setzt sich wie folgt zusammen:

** PLEASE DESCRIBE THIS IMAGE **

  • Steuern und Abgaben: 41 Prozent

    Der größte Teil das Strompreises wird von Steuern und Abgaben bestimmt. Die Kosten für Konzessionsabgabe, Mehrwertsteuer, EEG- und KWK-Umlage und Strom­steuer belaufen sich auf rund 40 Prozent des Ge­samtpreises.

  • Netzkosten: 31 Prozent

    Die Netznutzungskosten werden für den Transport des Stroms über das öffentliche Stromnetz zum Endverbraucher erhoben. Darunter fallen Kapital­kosten für die Leitungsin­vestitionen, Instandhal­tungs- und Betriebskos­ten. Hinzu kommen Kos­ten für die Bereitstellung und Ablesung von Zählern. Netznutzer sind in der Regel die Stroman­bieter, die die Kosten an den Endkunden weitergeben. Für Haushaltskunden lagen die Netzkosten im Jahr 2007 im Durchschnitt bei 4,71 Cent/kWh. Je nach Netzbetreiber und Abnahmefall können die einzelnen Entgelte auch von diesem Mittelwert abweichen.

  • Energieerzeugung und Vertrieb: 28 Prozent

    Unter die Erzeugungskosten fallen - am Beispiel des Energieträgers Rohöl - Beschaf­fungskosten, Produktionskosten der Raffinerie und ein Gewinnaufschlag. Der Stroman­bieter stellt dem Kunden die Energielieferung in Rechnung, also die Kosten für die Stromerzeugung bzw. den Stromeinkauf. Diese werden weitgehend von der Strompreis entwicklung an den Großhandelsmärkten für Strom bestimmt. Privatkunden müssen deutlich höhere Strombeschaffungskosten hinnehmen als Industriekunden, da der Ver­brauch im Tagesverlauf starken Schwankungen unterliegt. In diesen Posten ist auch der Gewinn des Energieversorgers einberechnet. Ablesung, Rechnungserstellung und Ver­waltung sind ebenfalls enthalten, wie auch die Kosten für die ständige Lieferbereit­schaft.

Stromleitungen und Netzzugangsentgelte

Die Stromleitungen in Deutschland gehören vielen verschiedenen Unternehmen: die Hochspannungsleitungen den großen Konzernen, die Mittel- und Niederspannungsnetze den Stadtwerken. Per Gesetz müssen die Netzbetreiber jedem Anbieter Zugang zum Netz gewäh­ren. Dafür können sie ein Entgelt verlangen, dessen Höhe kostenorientiert sein muss.Die Netz­zugangsentgelte unterliegen seit 2006 der Regulierung durch die Landesregulierungsbehörde und die Bundesnetzagentur: Unternehmen mit weniger als 100.000 Kunden und mit Versor­gungsnetzen innerhalb der Landesgrenzen werden von den Landesbehörden reguliert, alle Üb­rigen von der Bundesbehörde. Die Netzbetreiber müssen ihre Netznutzungsentgelte zur Ge­nehmigung vorlegen. Die Regulierung soll verhindern, dass Stromanbieter mit überhöhten Netzentgelten Konkurrenz fernhalten.

Die Stromrechnung auf einen Blick

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So lesen Sie Ihre Stromrechnung

Die jährliche Stromrechnung ist für viele Stromkunden oft nur schwer nachvollziehbar. Bei den gängigen Haushaltstarifen ist es so, dass Sie am Anfang des Verrechnungs- jahres auf einen monatlichen Verbrauch festgelegt werden. Basis ist entweder Ihr letztjähriger Jahresverbrauch oder eine Schätzung des Versorgers abhängig von der Größe Ihrer Wohnung. Der von Ihnen gewählten Tarif bestimmt die Höhe von Grundpreis und Arbeitspreis und darauf basierend die Höhe Ihrer Abschlagszahlung. Diese können Sie in der Regel jährlich, vierteljährlich oder mo­natlich an Ihren Stromanbieter leisten.

Gutschrift oder Nachzahlung - Verbrauch und Tarif entscheiden

In Ihrer Stromrechnung wird zuallererst angeführt, wie hoch Ihr Verbrauch war und wie viel Sie im Zuge der monatlichen Abschlagszahlung bereits beglichen haben. Daraus ergibt sich, ob Sie eine Nachzahlung leisten müssen (falls Sie mehr als geschätzt verbraucht haben) oder ob Sie eine Gutschrift bekommen (weil Ihr Stromverbrauch unter der eingestuften Menge lag). Beachten Sie, dass die gesetzliche Mehrwertsteuer mit 19 Prozent erst auf den Endpreis aufge­schlagen wird. Gegebenenfalls teilt Ihnen Ihr Stromanbieter die Höhe der Abschlagszahlung für das kommende Vertragsjahr mit, falls diese aufgrund Ihres Verbrauches neu berechnet wird.

Ihr Stromverbrauch wird an Ihrem Stromzähler abgelesen, der über die Zählernummer identifi­ziert werden kann. Diese können Sie an Ihrem Zähler oder Ihrer alten Stromrechnung ablesen. Der Stromzähler zeigt Ihren Stromverbrauch.

Berechnung des Verbrauches


Zeitraum der Abrechnung

Menge oder Verbrauch in kWh

Angebot/ Produkt

Arbeitspreis netto

Grundpreis netto

01.04.2007 - 31.03.2008

4.547 kWh

Standardtarif

0,1403 ?/ kWh

61,68 ?/ Jahr


Folgende Angaben muss eine Stromrechnung enthalten

Gemäß den Bestimmungen des Energiewirtschaftsgesetzes (§ 42) zu Stromkennzeichnung und Transparenz muss die Stromrechnung außerdem folgende Bedingungen erfüllen: Der Stroman­bieter ist verpflichtet, die Herkunft des Stroms auf der Endrechnung anzugeben. Als Ver­gleichswert wird der Bundesdurchschnitt herangezogen. Ebenso muss das Entgelt für den Netzzugang gesondert ausgewiesen werden. Anzugeben sind außerdem die Umweltauswirkun­gen in Bezug auf Kohlendioxidemissionen und radioaktiven Abfall, die durch den gewählten Energiemix entstehen. Der an der Börse oder außerhalb der Europäischen Union zugekaufte Strom und dessen Zusammensetzung muss ebenfalls gekennzeichnet werden.

Die Strompreisentwicklung

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Strompreis Entwicklung: Einfluss durch Klima­schutz und Wettbewerb

In den letzten Jahren hat der Staat seine Einflussnahme am Strommarkt verstärkt. Einerseits steht dahinter die Absicht, einen freien Wettbewerb zu schaffen, von dem die Verbraucher in Form von geringeren Strompreisen profitieren können. Andererseits hat der Klimaschutz eben­falls vermehrt an Bedeutung gewonnen. Da Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien oft kostenintensiv ist, fördert der Staat diese mit verschiedenen Umlagen, die in den Strompreis eingerechnet werden.

Hohe Netznutzungskosten steigern den Strom­preis

Von der Liberalisierung des Energiemarktes profitierten in erster Linie die großen Konzerne, ge­gen die sich viele neue Anbieter nicht durchsetzen konnten. Auch jetzt ist es noch so, dass 80 Prozent des deutschen Stromes von nur vier Konzernen produziert werden, die obendrein das komplette deutsche Hochspannungsnetz betreiben. Für die Netznutzung können sie Entgelte verlangen, die aufgrund ihrer Höhe für viele kleine Anbieter ein großes Hindernis darstellen. Das Netznutzungsentgelt wird zwar staatlich reguliert, kann aber von den Netzbetreibern selbst festgelegt werden.

** PLEASE DESCRIBE THIS IMAGE **Ein weiteres Problem besteht darin, dass viele Konsumenten nach der Li­beralisierung die Chance, sich einen neuen Stromanbieter zu suchen, nicht genutzt haben. Nur langsam entfaltet sich auf dem Strommarkt ein reger Wettbewerb, in dem die Anbieter mit Rabatten, günstigen Ta­rifen und Sonderaktionen um die Gunst des Stromkunden werben. Um diesen am Leben zu erhalten und bestmöglich von den günstigen Tari­fen zu profitieren, sollten Konsumen­ten regelmäßig ihren Anbieter wechseln.

Steigende Steuern und Abgaben

  • 2007 wurde die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent erhöht.

  • 1999 wurde die Strom- oder Ökosteuer eingeführt, die in den ersten Jahren regelmäßig erhöht wurde und 2003 mit 0,205 Cent/kWh den derzeitigen Stand erreicht hat. Indus­triebetriebe zahlen eine verminderte Ökosteuer von 0,14 Cent/kWh oder sind von der Entrichtung der Steuer befreit.

  • Auch die zusätzlichen Kosten durch das

  • Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG, 2000) wurden auf die Verbraucher umgelegt. Für die Stromkunden steigt durch den weiteren Ausbau geförderter Anlagen die EEG-Umla­ge noch für wenige Jahre geringfügig an, wird aber nach dem Jahr 2010 deutlich zu­rückgeführt. Auf welchen Wert sie sich danach einpendelt, hängt vor allem davon ab, in welchem Umfang ein Ausbau von Photovoltaik und Geothermie erfolgt. *Prognose, Quelle: vdn-berlin.de

  • Stromnetzbetreiber wurden im Jahr 2000 dazu verpflichtet, Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in ihre Netze einzuspeisen und mit Beiträgen zwischen 0,97 Cent/kWh und 2,10 Cent/kWh zu vergüten. Für Industriekunden beträgt die Umlage zwischen 0,025 Cent/kWh und 0,05 Cent/kWh. Die Kosten wurden von den Versorgern auf den Verbraucher umgelegt.

  • Die Konzessionsabgabe beträgt für Privatkunden zwischen 1,32 Cent/kWh und 2,39 Cent/kWh. Industriekunden zahlen 0,11 Cent/kWh oder sind von der Zahlung befreit. Die zulässigen Höchstbeträge sind in der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) gere­gelt, die zuletzt 2005 geändert wurde.

Internationale Einflüsse auf die Strompreisent­wicklung

Der Strompreis wird allerdings nicht nur von nationalen Faktoren beeinflusst. Auch der Welt­markt hat Auswirkungen auf die Strompreisgestaltung in Deutschland. Wichtige Einflussgrößen sind einerseits der Rohölpreis und andererseits die weltweite Klimaschutzbewegung, die im Emissionshandel mündete.


Strom und Staat - Steuern und Ab­gaben

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So viel bekommt der Staat

Der größte Teil des Strompreises für Privathaushalte wird von Steuern und Abgaben bestimmt. Die Kosten für Konzessionsabgabe, Mehrwertsteuer, EEG- und KWK-Umlage und Stromsteuer belaufen sich auf rund 40 Prozent des Gesamtpreises.





Dafür zahlen Sie Steuern und Abgaben an den Staat:


Konzessionsabgabe

8,6 %

Konzessionsabgaben zahlt der Stromversorger an Gemeinden als Gegenleistung für die Be­nutzung des öffentlichen Verkehrsraums, zum Beispiel durch die Verlegung von Leitungen. Rechtsgrundlagen sind die Konzessionsabga­benverordnung (KAV) und der Konzessions­vertrag zwischen Netzbetreiber und Gemein­de. Die Höhe der Konzessionsabgabe hängt von der Größe der Gemeinde, der Spannungs­ebene des Netzanschlusses und der Ver­brauchsstruktur ab. Die zulässigen Höchstbe­träge sind in der Konzessionsabgabenverord­nung (KAV) geregelt, die zuletzt 2005 geän­dert wurde.

Sie beträgt für Privatkun­den zwischen 1,32 Cent/kWh und 2,39 Cent/kWh.

KWK Umlage

1,5 %

Mit dieser Umlage wird die Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung gefördert. Im Zuge des Preiskampfes nach der Liberalisierung des Strommarktes gerieten Kraftwerke mit KWK-Anlagen aufgrund ihrer hohen Betriebskosten unter Existenzdruck. Da sie aber eine besonders gute Umweltbilanz aufweisen, wurde erstmals 2000 ein Gesetz erlassen, dass die Betreiber der Stromnetze dazu verpflichtet, Strom aus KWK-Anlagen in ihre Netze einzuspeisen.

Der Strom ist mit Beträ­gen zwischen 0,97 Cent/kWh bis zu 2,10 Cent/kWh zu vergüten, abhängig von Alter und Modernisierungsstand der Anlage.

EEG Umlage

4,8 %

Das Erneuerbare Energien Gesetz wurde 2000 verabschiedet. Es verpflichtet Netzbetreiber dazu, Erzeugungsanlagen auf der Basis erneu­erbarer Energien vorrangig und unver­züglich an das Netz anzuschließen und den gesamten Strom einzuspeisen. Der Strom muss zu festgelegten Sätzen an den Betreiber der Anlagen vergütet werden. Je nach Ener­giequelle wird unterschiedlich viel für den Strom bezahlt. Die Vergütung, die zum Zeit­punkt der Inbetriebnahme gilt, wird für den Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Der Bun­desverband der Energie- und Wasserwirt­schaft (BDEW) erstellt jährliche Prognosen für die Höhe der EEG-Umlage.

Für das Jahr 2008 wurde eine durchschnittliche Vergütung von 11,66 Cent/kWh veranschlagt.

Strom- oder Ökosteuer

9,9 %

1999 wurde die Strom- oder Ökosteuer einge­führt, die jährlich erhöht wurde und 2003 mit 20,50 ?/MWh den Letztstand erreicht hat. Sie besteuert den Stromverbrauch und soll da­durch zum Energiesparen anregen.

Letztstand:

20,50 ?/MWh

Mehrwert-

steuer

16 %

Dabei handelt es sich um eine allgemeine Ver­brauchssteuer, mit der grundsätzlich der ge­samte private Verbrauch belastet wird. Sie wird bei Privatkunden auf den Netto-Gesamt­preis aufgeschlagen - ihr Anteil am Brutto­preis beträgt demnach 16 Prozent.

Die Mehrwertsteuer be­trägt derzeit 19 %.

Gesamt

40,8%

Anteil am Brutto-Strompreis

Gewerbestrom - So viel bekommt der Staat

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Anteil der Steuern und Abgaben am Gewerbe­strompreis

** PLEASE DESCRIBE THIS IMAGE **


Bis zu einem Drittel des Strompreises für Industriekunden wird von Steuern und Abgaben be­stimmt. Die Kosten für Konzessionsabgabe, Mehrwertsteuer, EEG- und KWK-Umlage und Stromsteuer belaufen sich auf je nach Unternehmen auf 10 bis 30 Prozent des Gesamtpreises. In den letzten Jahren ist der Anteil der Steuern und Abgaben am Gesamtpreis kontinuierlich gestiegen.



Konzessionsabgabe

Konzessionsabgaben zahlt der Stromversorger an Ge­meinden als Gegenleistung für die Benutzung des öf­fentlichen Verkehrsraums, zum Beispiel durch die Verle­gung von Leitungen. Rechtsgrundlagen sind die Konzes­sionsabgabenverordnung (KAV) und der Konzessions­vertrag zwischen Netzbetreiber und Gemeinde. Die zu­lässigen Höchstbeträge sind in der Konzessionsabga­ben- verordnung (KAV) geregelt, die zuletzt 2005 geän­dert wurde.

Industriekunden gelten als Sondervertragskunden und zahlen eine verminderte Konzessionsabgabe von 0,11 Cent/kWh. Unter Umständen sind sie gänzlich von der Zahlung der Konzessionsabgabe befreit, nämlich dann, wenn der durchschnittliche Strompreis des Unterneh­mens unter dem durchschnittlichen Strompreis aller Sondervertragskunden (Grenzpreis) liegt. Der Grenz­preis wird vom Statistischen Bundesamt auf Basis der Daten des vorletzten Kalenderjahres berechnet und veröffentlicht. Für 2008 betrug er 8,02 Cent/ kWh.

Industriekunden zahlen 0,11 Cent/kWh oder sind von der Zah­lung befreit.

KWK Umlage

Mit dieser Umlage wird die Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung gefördert. Im Zuge des Preis­kampfes nach der Liberalisierung des Strommarktes ge­rieten Kraftwerke mit KWK-Anlagen aufgrund ihrer ho­hen Betriebskosten unter Existenzdruck. Da sie aber eine besonders gute Umweltbilanz aufweisen, wurde erstmals 2000 ein Gesetz erlassen, das die Betreiber der Stromnetze dazu verpflichtet, Strom aus KWK-Anla­gen in ihre Netze einzuspeisen. Industriekunden zahlen eine auf 0,05 Cent festgelegte Umlage. Für Unterneh­men, deren Stromkosten im Vorjahr über vier Prozent des Umsatzes ausmachten, beträgt die Umlage ab 100 MW nur 0,025 Cent/kWh.

Die Umlage beträgt zwischen 0,025 Cent/kWh und 0,05 Cent/kWh.

EEG Umlage

Das Erneuerbare Energien Gesetz wurde 2000 verab­schiedet. Es verpflichtet Netzbetreiber dazu, Erzeu­gungsanlagen auf der Basis erneuerbarer Energien vor­rangig und unverzüglich an das Netz anzuschließen und den gesamten Strom einzuspeisen. Der Strom muss zu festgelegten Sätzen an den Betreiber der Anlagen ver­gütet werden. Je nach Energiequelle wird unterschied­lich viel für den Strom bezahlt. Die Vergütung, die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt, wird für den Zeit­raum von 20 Jahren garantiert. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erstellt jährliche Prognosen für die Höhe der EEG-Umlage, die so ge­nannte EEG-Quote. Hierzu werden die Stromeinspei­sungen der Netzbetreiber geschätzt und auf den erwar­teten Endverbrauch eines Jahres umgelegt. Für Indus­triekunden ist die EEG-Umlage gedeckelt, um beson­ders stromintensive Unternehmen zu entlasten.

Für das Jahr 2008 wurde eine durch­schnittliche Vergü­tung von 11,66 Cent/kWh veran­schlagt. Industrie­kunden zahlen un­ter Umständen we­niger oder sind gänzlich von der Entrichtung befreit.

Strom- oder Ökosteuer

1999 wurde die Strom- oder Ökosteuer eingeführt, die in den ersten Jahren jährlich erhöht wurde. Sie besteu­ert den Stromverbrauch und soll dadurch zum Energie­sparen anregen. Industriebetriebe (ab 25 MWh/Jahr) zahlen im Gegensatz zu Privatkunden eine verminderte Ökosteuer von 0,14 Cent/kWh. Unter Umständen sind Unternehmen von der Entrichtung der Steuer befreit. Das produzierende Gewerbe zahlt beispielsweise eine verminderte Ökosteuer.

Sie beträgt maxi­mal 0,14 Cent/kWh.

Strom wechseln und sparen

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Strom wechseln: Der leichteste Weg zu sparen

Viele sind darüber frustriert, dass Stromanbieter kontinuierlich die Preise zu erhöhen. Auch Sie sollten jetzt Ihren Strom wechseln, denn dies ist einer der einfachsten Wege Geld in Sachen Strom zu sparen, da sich die Preise für Strom je nach Anbieter erheblich unterscheiden kön­nen. Alles was Sie tun müssen, ist sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, nachdem Sie z.B. "Strom Wechsel" im Internet eingeben haben. Ein anschließender kostenloser Stromvergleich ist völlig simple und unverbindlich. Das Internet macht Ihnen nicht nur den Vergleich leicht, sondern ein eventueller Stromwechsel wird ebenfalls beinah zum Kinderspiel.

Strom wechseln übernimmt für Sie der neue Anbieter

Einen wirklichen Aufwand haben Sie beim Strom wechseln nicht, denn nach dem Vergleich im Internet, bei dem Ihnen kostenlos der für Sie günstigste Stromanbieter-Wechsel genannt wird, informieren Sie sich auf der Seite des jeweiligen Energieunternehmens über die individuellen Tarife und entscheiden sich für das für Sie günstigste Produkt. Das Stromwechseln geht dann fast wie von allein, da der neue Anbieter meist das An- und Abmelden für Sie übernehmen wird und nach 2-3 Wochen lediglich eine Bestätigung in Ihrem Haus oder Email-Postkasten einge­hen wird.

Strom wechseln: Was sind die Gründe?

Die Gründe für einen Stromwechsel können vielfältig sein. Den häufigsten Anstoß gibt natürlich die Stromrechnung, doch auch der Wunsch nach einem Ökoprodukt oder das Schrumpfen ei­nes Mehrpersonenhaushalts auf einen Single-Haushalt kann dazu führen, dass beschlossen wird, einen anderen Tarif oder gar völlig neuen Anbieter zu wählen und damit einiges an Geld einzusparen. Ein Entschluss zum Wechsel kommt natürlich besonders häufig, wenn die Strom­preise mal wieder in die Höhe geschnellt sind. Was auch immer die Gründe sein mögen, es gibt keinen Grund mehr unnötig viel Geld für Strom auszugeben. Nichts ist leichter als noch heute anzufangen zu sparen, indem Sie Ihren Strom wechseln.

Wie läuft ein Stromanbieterwech­sel ab und was kostet er?

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Bequemer Wechsel ohne Kosten

Der Wechsel eines Stromanbieters ist immer kostenlos. Auch der Zeiteinsatz bei einem Anbie­terwechsel ist bei richtiger Herangehensweise sehr gering und steht in keinem Verhältnis zu dem dadurch möglicherweise ersparten Geld. Alle dafür erforderlichen Schritte beschränken sich auf das Heraussuchen des passenden Tarifs und das Wechseln selbst. Der Stromvergleich auf unserer Webseite beinhaltet wenige Mausklicks; ansonsten müssen Sie lediglich einen Wechselantrag online abschicken oder sich die Unterlagen per E-Mail zukommen lassen. Wenn Sie den Wechsel in Ruhe überdenken möchten, können Sie sich den Antrag von unserer Seite herunterladen und auf Ihrem PC speichern; den ausgedruckten und unterschriebenen Antrag senden Sie dann per Post an TopTarif.

Stromanbieter wechseln schont die Haushaltskasse

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Stromanbieter wechseln: Warum?

Für den Stromanbieterwechsel kann es mehrere Gründe geben, die aber stets mit einer zu ho­hen Abrechnung der Stromkosten zusammenhängen. Zum einen heben immer mehr Energie­versorger die Preise an und das nicht zu wenig. Manche Anbieter hoben im Jahr 2010 z.B. die Preise um bis zu 14% an. Schon im Jahr davor mussten zirka 14 Millionen deutsche Haushalte mit einer durchschnittlichen Erhöhung um 6,8% zu Recht kommen. Und der Preisspirale scheint kein Ende gesetzt zu sein. Der Wunsch nach einem Strom-Anbieterwechsel kann aber auch darin begründet sein, dass sich vielleicht in Ihrem eigenen Haushalt etwas verändert hat. Erhöhter Stromverbrauch durch mehr Geräte oder mehr Personen im Haushalt, natürlich kann das auch umgedreht der Fall sein und Sie verbrauchen plötzlich weniger.

Stromanbieter wechseln: Bereitschaft gestie­gen

Wollen Sie den Stromanbieter wechseln, weil Sie gern auf Ökostrom umsteigen möchten? Auch das kann natürlich ein Grund sein und mittlerweile ist zwischen den 900-1000 Stromanbietern mit rund 9000 Stromtarifen auch eine große Auswahl an Naturstromanbietern dabei. Und täg­lich kommen dazu, denn die Nachfrage nach dem sauberen Strom ist einer der häufigsten Ur­sachen für das Wechseln des Stromanbieters. Obwohl in den letzten Jahren die Bereitschaft, auf einen anderes Energieunternehmen umzusteigen deutschlandweit gestiegen ist, haben im­mer noch viele Verbraucher Angst vor unnötiger Bürokratie oder einem eventuellen Stromaus­fall und scheuen deshalb den Wechsel des Stromanbieters.

Stromanbieter wechseln: Angst unbegründet

Wenn Sie den Stromanbieter wechseln, ist eine Angst vor einem Stromausfall jedoch in jedem Falle unbegründet, da jeder Versorger die Pflicht hat, auch während eines Wechsels Sie weiter­hin mit Strom zu versorgen. Auch vor unnötiger Bürokratie müssen Sie nicht zurückschrecken, denn der Stromanbieter-Wechsel ist kinderleicht. Nachdem Sie einen günstigen Tarif beim Ta­rifrechner gefunden haben (Postleitzahl und Jahresverbrauch reichen dafür), können Sie den neuen Vertrag meist sogar online ausfüllen und im Nu ist das Stromanbieter wechseln vollzo­gen!

Vertragsdetails bei Stromverträgen

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Aufgepasst: Details Ihres Stromvertrages

Allgemeine Geschäftsbedingungen und Details zu den einzelnen Tarifen sind oft umständlich formuliert. Trotzdem sollten Sie sich vor jedem Vertragsabschluss genau darüber informieren, was der Vertrag beinhaltet. Hilfe bietet der Stromrechner von TopTarif: Er listet für jedes Ange­bot die wichtigsten Details auf, die Sie bedenken sollten. Lassen Sie sich nicht von den güns­tigsten Preisen blenden - das billigste Angebot ist nicht immer das beste.

Folgende Faktoren beeinflussen - neben dem Preis - Ihren Stromtarif:



Strommix

Egal, welches Tarifpaket Sie wählen: der Strom ist immer derselbe. Preisunterschiede ergeben sich in erster Linie durch die Bezugsquellen des Stroms: In der Regel ist Atomstrom günstiger und Strom aus erneu­erbaren Energiequellen teurer. Einige Anbieter stellen unterschiedliche Energiemix-Varianten zur Auswahl, aus denen Sie dann wählen können. Doch scheuen Sie nicht den Vergleich: Nicht immer ist Ökostrom teurer!

Boni und Rabatte

Wenn Sie zu einem neuen Anbieter wechseln, kann Sie dieser mit einem einmaligen Bonus belohnen. Dieser wird nur im ersten Vertragsjahr ge­zahlt und kann bis zu 90 Euro betragen. Achten Sie bei Boni und Rabat­ten auf das Kleingedruckte. So kann es beispielsweise bei Paketen vor­kommen, dass die Boni an ein bestimmtes Kilowattziel gebunden sind. Wird dieses überschritten, kann sich der Anbieter weigern, den Bonus auszuzahlen.

Sonderabschlags-zahlungen

Ebensolche Vorsicht ist bei Sonderabschlagszahlungen geboten: Diese müssen zu Vertragsbeginn gezahlt werden und werden erst nach Beendi­gung des Vertrages an Sie zurück erstattet. Im Grunde handelt es sich dabei um ein zinsloses Darlehen, dass Sie dem Anbieter gewähren.

Serviceleistungen

Einige Stromanbieter bieten zusätzliche Serviceleistungen, die an be­stimmte Pakete gebunden sind. Das können ein Haushaltsschutzbrief, die Rechnung per Post, ein kostenloses Magazin oder ein Gutscheinheft sein. Je günstiger der Tarif, desto weniger zusätzliche Leistungen können Sie in Anspruch nehmen.

Langfristige Ver­tragsbindung

Wenn Sie sich langfristig an einen Anbieter binden, kann sich das positiv auf ihren Grund- und Arbeitspreis auswirken. Bedenken Sie jedoch, dass Sie dann nicht von den finanziellen Vorteilen eines jährlichen Wechsels profitieren können und auch bei einer Strompreiserhöhung an einen An­bieter gebunden sind.

Preisgarantien

Ebenso locken einige Anbieter mit Preisgarantien, die sich in nur gering­fügig höheren Tarifen niederschlagen. Bei anderen können diese Sie die­se gegen einen Aufpreis erwerben.

Achtung bei Pakten: Sie können nicht davon ausgehen, dass Sie bei ei­nem Jahrespaket Strom zu einem konstanten Preis bekommen. Findet eine Erhöhung während des Jahres statt, müssen Sie gegebenenfalls eine Nachzahlung leisten, auch wenn Sie nicht mehr Kilowattstunden als vereinbart verbraucht haben.

Zahlungsweise

Den Großteil der Tarife können Sie monatlich, vierteljährlich oder jährlich bezahlen. Anbieter bevorzugen natürlich die jährliche Zahlungsweise und vergüten diese oft mit zusätzlichen Rabatten. Bedenken Sie jedoch, dass Sie mit einer freiwilligen Vorauszahlung auf Kapital verzichten, dass Sie andernfalls zinsbringend anlegen könnten.

Sparen können Sie auch, wenn Sie mit der Bezahlung per Lastschriftver­fahren einverstanden sind: viele Anbieter bieten dafür zusätzliche Rabat­te.

Best-Preis Garantie od. Best-Preis Ab­rechnung

Bei vielen Grundversorgern geschieht es automatisch, bei anderen Stro­manbietern können Sie sie gegen einen Aufpreis erwerben: die Best-Preis Garantie. Sie stellt sicher, dass Sie zu dem für Sie günstigsten Tarif abgerechnet werden.

Die Liberalisierung des Strommark­tes

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Freier Wettbewerb - aber schlechte Bedingun­gen für neue Stromanbieter

Bereits ein Jahr nach der Verkündung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes erfolgte in Deutschland 1999 die Liberalisierung des Strommarktes. Zwar fielen die Strompreise für Groß- und Privatkunden in den ersten zwei Jahren nach der Liberalisierung, doch hielt dieser Effekt durch den gleichzeitig stattfindenden Konsolidierungsprozess in der Stromwirtschaft nicht län­ger an. Große Konzerne wie Flexstrom, Eprimo , Teldafax und Vattenfall beherrschten bald cir­ca 80 Prozent des deutschen Strommarktes. Da keine Regulierungsbehörde geschaffen wurde - wie es bei anderen Liberalisierungsprozessen üblich ist - konnten sie den alternativen Stro­manbietern die Bedingungen für einen Stromanbieterwechsel weitestgehend diktieren. Für den Verbraucher bedeutete dies von nun an stetig steigende Strompreise, zumal sich auch der Staatsanteil an den Stromkosten in den letzten zehn Jahren vervielfacht hat.

Bundesnetzagentur sorgt für fairen Zugang im Stromnetz

Um eine wirksame Liberalisierung des Strommarktes zu erreichen, müssen die Bedingungen für den Marktzugang von Stromerzeugung, Handel und Vertrieb klar geregelt, durch eine Regu­lierungsbehörde kontrolliert und bei Bedarf beeinflusst werden. Erst im Jahr 2005 wurde eine solche in Form der Bundesnetzagentur etabliert, um vor allem den inzwischen zahlreich vor­handenen Stromanbietern einen fairen Zugang zu den Versorgungsnetzen zu ermöglichen.

Getrennte Erzeugung und Produktion sorgt für mehr Wahlfreiheit

Inzwischen fordert die EU-Wettbewerbskommission die strikte Trennung von Produktion und Vertrieb des Stroms. Erste Anzeichen für das Beschreiten dieses Weges gibt es inzwischen von E.ON und RWE. Weitere Faktoren wie die Preisbildung an der Strombörse und die Erzeugung eines möglichst hohen Anteils umweltfreundlichen Stroms erschweren den Prozess der Liberali­sierung des Strommarktes. Wichtig wird es in Zukunft sein, dass der Verbraucher neutrale In­formationen über die Angebote der Stromversorger erhält und er stärker als bisher sein Recht zum Stromanbieter Wechsel wahrnimmt.

Die wichtigsten Energiearten

Wie wird unser Strom produziert?

Fossile Brennstoffe und Kernenergie

Senken Sie Ihre Energiekosten mit Hilfe der Sonneneinstrahlung; Photovoltaik

Die Sonnenenergie senkt nicht nur die Strom­kosten

Stromerzeugung auf umweltfreundliche Weise; erneuerbare Energieen

Neue Formen der Energieerzeugung werden gefördert

Wie wird die Einspeisung in das Stromnetz ver­gütet

Auch für Privatpersonen lohnt sich die Installa­tion

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Wie wird unser Strom produziert?

Als der Mensch gelernt hatte, das Feuer zu beherrschen, nutzte er es zur Energieerzeugung. Der Energieträger war ein regenerativer: Holz. Es wuchs schneller nach, als es verbrannt wer­den konnte. Mit der Industrialisierung begann der Mensch auf fossile Energieträger zurück zu greifen. Zunächst Kohle, dann Erdöl und Erdgas. Doch schon nach etwas mehr als 100 Jahren exzessiven Verbrauchs dieser Energieträger musste der Mensch erkennen, dass die Vorräte endlich sind. Eine dritte Energieform entwickelte sich, nachdem Otto Hahn, Fritz Straßmann und Lise Meitner die Kernspaltung entdeckt hatten. So lassen sich heute die Energieträger in drei Gruppen einteilen: Regenerative, fossile und atomare. Alle drei haben spezifische Vor- und Nachteile. Zu den regenerativen Energien zählen - außer nachwachsenden Pflanzen - vor allem Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie sowie Erdwärme, Gezeiten und Biogas. Der Vorteil: Die Energie steht unbegrenzt zur Verfügung. Der Nachteil ist eine vergleichsweise geringe Energieausbeute.

Fossile Brennstoffe und Kernenergie dominie­ren

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Für fossile Energieträger spricht die hohe Energieausbeute. Allerdings sind Kraftwerke, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, hoch klimabelastend. Zudem sind die Quellen fossiler Energie bald erschöpft. Es bleibt die Kernenergie. Sie hat den Vorteil, dass sie im Normalfall das Klima am wenigsten belastet und ebenfalls eine sehr hohe Energieausbeute vorweisen kann. Allerdings sind die Probleme bei der Endlagerung des atomaren Abfalls noch immer nicht gelöst. Ein Störfall in einem Atomkraftwerk hätte außerdem weitaus schlimmere Folgen als die Havarie in einem Kohlekraftwerk. Abgesehen davon tun sich bei der Kernkraft inzwischen auch ähnliche Probleme wie bei den fossilen Energieträgern auf: der Energieträger Uran erweist sich als endlich. Die Lagerstätten dürften bald nach den Erdölfeldern erschöpft sein.

Senken Sie Ihre Energiekosten mit Hilfe der Sonneneinstrahlung;
Photovoltaik

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Die steigenden Energiepreise lassen immer mehr Hausbesitzer nach Lösungen suchen, die den Geldbeutel entlasten. Effektives Einsparpotenzial bieten Solaranlagen. Diese können im priva­ten Haushalt entweder für die Gewinnung von Warmwasser oder für die Erzeugung von Strom genutzt werden. Strom gewinnt man mithilfe einer Photovoltaikanlage, die die Strahlungsener­gie der Sonne in elektrische Energie umwandelt. Dafür werden auf dem Dach Photovoltaik- bzw. Solarmodule angebracht, die aus einer Vielzahl von Solarzellen bestehen. In diesen findet die Energieumwandlung statt. Der Strom kann direkt in das Hausnetz eingespeist, gespeichert oder in das öffentliche Stromnetz weitergeleitet werden. Ein Stromzähler misst die Menge und der Solaranlagenbesitzer erhält je Kilowattstunde ein entsprechendes Entgelt. Wer in einer sonnenreichen Gegend wohnt, einen niedrigen Grundverbrauch und eine entsprechend große Anlage hat, kann diese schon nach kurzer Zeit refinanzieren.

Die Sonnenenergie senkt nicht nur die Strom­kosten

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Die Energie der Sonne kann jedoch auch mithilfe von thermischen Solaranlagen für die Warm­wassererzeugung genutzt werden. Dafür muss ebenfalls ein Kollektor auf dem Dach ange­bracht werden. Die gewonnene Wärme wird - je nach Größe der Kollektorfläche - zur Trinkwas­ser-Erwärmung (Dusch- und Badewasser) oder auch für die Raumheizung eingesetzt. Die In­stallation sollte jeweils durch einen Fachbetrieb erfolgen, damit auch eine mehrjährige Garantie gegeben ist. Vor allem für Kollektoren auf dem Hausdach sollten Sie eine spezielle Versicherung abschließen, um sie gegen mögliche Schäden - beispielsweise infolge von Hagel - abzusichern. Um die Nutzung von Solarenergie einer breiten Masse zu ermöglichen, fördert der Staat diese Form der Energiegewinnung.

Stromerzeugung auf umweltfreundliche Weise; erneuerbare Energieen

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Erneuerbare Energien, auch regenerative oder nachhaltige Energien genannt, sind nicht-fossile Energieträger, die aus nachhaltigen, sich selbst erneuernden, Quellen stammen. Dieses sind z.B. Solarenergie, die durch die Kernfusion in der Sonne freigesetzt wird, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse oder Erdwärme. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, wie Steinkohle oder Erdöl, deren Menge begrenzt und somit erschöpfbar ist, verbrauchen die nachhaltigen Energiequellen nicht mehr Energie, als sie selbst ersetzen können.

Auch die zunehmende Belastung unserer Umwelt ist Grund genug, sich mit dieser Thematik in­tensiv auseinander zu setzen. Die Natur bietet uns verschiedene Quellen erneuerbarer Energie, sodass bei guter und sinnvoller Nutzung dieser Ressourcen Kernkraftwerke hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Um unserer Umwelt den Schutz zu geben, den sie verdient, ist es unabdingbar, für eine stärkere Nutzung der erneuerbaren Energiequellen einzutreten. Erneuer­bare Energien sind unerschöpflich und stellen deshalb eine äußerst wertvolle Energiequelle dar.

Regenerative Energien, auch erneuerbare oder nachhaltige Energien genannt, sind nicht-fossile Energieträger, die aus nachhaltigen, sich selbst erneuernden, Quellen stammen. Dieses sind z.B. Solarenergie, die durch die Kernfusion in der Sonne freigesetzt wird, Windenergie, Was­serkraft, Biomasse oder Erdwärme. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, wie Steinkohle oder Erdöl, deren Menge begrenzt und somit erschöpfbar ist, verbrauchen die nachhaltigen Energiequellen nicht mehr Energie, als sie selbst ersetzen können.

Neue Formen der Energieerzeugung werden gefördert

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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde im Jahr 2000 von der rot-grünen Bundesregie­rung verabschiedet und soll den Bau von erneuerbaren Energieversorgungsanlagen fördern. Das EEG ersetzte damit das alte Stromeinspeisungsgesetz von 1991. Die Reform zielt darauf ab, die wachsende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und den Anteil rege­nerativer Energien an der Stromerzeugung zum Erreichen der Klimaschutzvorgaben zu erhö­hen.

Wie wird die Einspeisung in das Stromnetz ver­gütet

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Das Prinzip des Erneuerbare-Energien-Gesetzes besteht darin, den Betreibern von regenerativen Energieanlagen eine fixe Vergütung für den erzeugten Strom zu garantieren. Da­bei verpflichten sich die Netzbetreiber gemäß der Einspeiseregelung, erzeugten Strom aus ih­rer Nähe anzunehmen und zu vergüten. Förderungsberechtigt ist die Stromerzeugung aus Wasserkraft, Klärgas, Biomasse, Geothermie, Windkraft und solarer Strahlungsenergie (wie z.B. Photovoltaik-Anlagen). Je nach Anlage und Effizienz variiert der Vergütungssatz.

Auch für Privatpersonen lohnt sich die Installa­tion

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Das EEG konnte den Anteil regenerativer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf derzeit 14 Prozent erhöhen und insbesondere Privatpersonen dazu motivieren, Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie zu installieren. Durch die Abnahmegarantie kann der erzeugte Strom zu einem festen Tarif ins Netz eingespeist werden. Für eine Kilowattstunde Strom aus einer Photovoltaik-Anlage zahlt der Betreiber im Durchschnitt 35 Cent. Unter günstigen Bedingungen kann sich die Investition in eine umweltfreundliche Energieversorgungsanlage binnen weniger Jahre auszahlen. Der Verbraucher muss sich in Zukunft dennoch auf steigende Strompreise einstellen, da die Preise für Braun- und Steinkohle sowie Erdgas stetig steigen. Atomstrom wird langfristig ebenfalls teurer, denn die weltweiten Uranvorräte werden immer knapper.

Staatliche Fördermittel für Neubau­ten und Renovierungen

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Bei klimafreundlichen Maßnahmen können Sie auf Unterstützung bauen

Die Anforderungen für Neubauten bezüglich der Energieeinsparung sind in den letzten Jahr­zehnten sehr stark angestiegen und werden auch weiterhin noch verschärft werden. Aus gu­tem Grund, denn die Kosten für Öl und Gas explodieren weltweit. Auch bedeutet ein hoher Ver­brauch bei der Heizenergie eine schlechtere Kohlenstoffdioxid (CO2)-Bilanz für das Gebäude, und die CO2-Emissionen sollen weltweit gesenkt werden. Doch nicht nur Forderungen werden von Seiten des Gesetzgebers erhoben, um den Energieverbrauch der Wohnhäuser zu senken. Durch staatliche Förderungen werden energiesparende Neubauten und Renovierungen unter­stützt. Das Programm "Erneuerbare Energien" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bei­spielsweise fördert die Errichtung von Solarkollektoren auf dem Dach, welche zur Stromerzeu­gung genutzt werden.

Umbau und Renovierung älterer Häuser wird gefördert

Auch wer Biogasanlagen errichtet oder privat die Tiefengeothermie nutzt, kann auf Förderun­gen der KfW zurückgreifen. Zusätzlich fördert die Bundesregierung selbst noch einmal Kollek­torenflächen mit derzeit 60 bis 105 Euro pro Quadratmeter. Gerade Hausbesitzer älterer Häu­ser mit schlechter Wärmedämmung und hohem Primärenergiebedarf sind von den steigenden Energiepreisen stark betroffen. Hier ist der Staat besonders großzügig: Die Installation einer neuen Heizanlage mit einer Nutzung von Holz und Pellets wird mit bis zu 1500 Euro gefördert. Auch direkte Renovierungen am Haus sind unter gewissen Umständen von der Förderung nicht ausgeschlossen. Bis zu 20 Prozent der Arbeitskosten von Renovierungsarbeiten können sowohl Eigentümer als auch Mieter von der Steuer absetzen. Maximal sind hierbei aber nur Kosten von bis zu 3000 Euro vorgesehen, sodass höchstens 600 Euro zurückerstattet werden.

Die Wärmepumpenheizung

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Umweltfreundliches Heizen ohne Brennstoffe

Die Wärmepumpenheizung ist eine Heizung, die der Umwelt Wärmeenergie entzieht und diese auf ein höheres Temperaturniveau anhebt. Die Wärme wird dabei entweder der Umgebungs­luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser entzogen. Eine Wärmepumpe braucht also keinen Brennstoff mehr, sondern nur Strom. Die Anschaffungskosten liegen höher als bei Öl- oder Gasheizungen, die Betriebskosten sind hingegen niedriger. Das Funktionsprinzip einer Wärme­pumpenheizung kann mit dem eines Kühlschranks verglichen werden: innen wird gekühlt und außen geheizt. Durch die Abkühlung von Luft wird dieser Wärme entzogen, die nach außen dringt. Als Wärmequellen dienen entweder die Außenluft, das Erdreich oder das Grundwasser. Welche Quelle Sie nutzen, hängt großteils von Ihrem Grundstück ab.

Wärme aus der Erde für den Klimaschutz

Wärmepumpen, die das Grundwasser oder das Erdreich nutzen, bei einem fertigen Haus nur mit großem Aufwand nachträglich zu installieren. Eine Tiefenbohrung oder das großflächige Verlegen von Heizschlangen im Erdreich ist dafür nötig. Vorteil ist hingegen, dass die Tempera­tur unter der Erde relativ konstant bleibt - egal zu welcher Jahreszeit. Luft-Wärmepumpen sind einfacher zu installieren, denn hier sind keine Grabungsarbeiten erforderlich. Ihre Leistung wird jedoch von der Außentemperatur beeinflusst. Wer neu baut, spart mit der Wärmepumpe dafür die Kosten für Schornstein, Öltank oder Gasanschluss. Wärmepumpen sind ein Beitrag zum Klimaschutz. Sie reduzieren den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid im Vergleich zur Gas- oder Ölheizung um bis zu 30 Prozent. Voraussetzung ist, dass sie in einem Haus eingesetzt werden, das gut gedämmt ist. Optimal funktionieren Wärmepumpen mit Niedertemperaturheizanlagen, also Wand- oder Fußbodenheizungen.

Das IEKB - Sparmaßnahmen auch für Bürger

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Die Pläne der Bundesregierung für den Klima­schutz

Mit dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung (kurz IEKB) sollen bis zum Jahr 2020 zahlreiche Klimaschutzziele erreicht werden. Dazu zählt in erster Linie der effi­zientere Umgang mit Energien. Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, sind unter anderem die Sanierung von Bundesgebäuden, um Wärmeverluste einzudämmen, oder die Förderung der Entwicklung von Kraftwerkstechnologien, die weniger Kohlendioxid produzieren. Allgemeines Ziel ist die Reduzierung von Stoffen, die den Treibhauseffekt fördern.

Das Ziel ist der bewusste Umgang mit Energie

Auch im Bereich Strom wurden mehrere Ziele gesetzt. Hierzu gehört ein neues Stromzähler­system, das den Verbrauch detailliert darstellt und somit beim Energiesparen hilft sowie die ausgiebigere Nutzung von erneuerbaren Energien in der Stromproduktion. Im Bereich des Au­toverkehrs sollen die Straßennetze modernisiert sowie die Nutzung und der richtige Umgang mit Biokraftstoffen gefördert werden. Das sind nur einige Punkte des Programms. Übergeord­netes Ziel ist eine modernisierte Gesellschaft, die bewusst mit Rohstoffen und Energien um­geht.

Ökostromanbieter

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Sauberer Strom - der Umwelt zuliebe

Wer sich für Ökostrom entscheidet, unterstützt damit die Nutzung von regenerativen Energie­quellen und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Atomausstieg. Wer zu einem Ökostromanbieter wechselt, bekommt allerdings nicht tatsächlich Ökostrom ins Haus geliefert, denn dann müssten ja neue Leitungen verlegt werden. Vielmehr ist es so, dass sich die Ökostromanbieter verpflichten, genau so viel Ökostrom ins Stromnetz - auch Stromsee ge­nannt - einzuspeisen, wie ihre Kunden verbrauchen. Damit nimmt der Ökostromanteil am Strommix der bundesweiten Stromversorgung zu. Doch wie findet man heraus, ob ein Ökostromanbieter auch wirklich dazu beiträgt, den Ökostromanteil am Strommix zu erhöhen? Hilfreich sind Zertifizierungen, wobei auch diese mit Vorsicht zu genießen sind. Umweltverbände haben deshalb die Kampagne "Atomausstieg selber machen" ins Leben gerufen, die auf ihrer Webseite www.atomausstieg-selber-machen.de nur die Anbieter empfiehlt, die tatsächlich unabhängig sind und auch tatsächlich Ökostrom produzieren.

Ökostrom eine günstige Alternative

Derzeit sind die größten Ökostrom-Anbieter in Deutschland Lichtblick , Greenpeace Energy eG, die Strommixer GmbH und die Elektrizitätswerke Schönau. Ökostrom muss nicht teurer sein als "normaler" Strom. Aufgrund der Liberalisierung des Strommarktes gibt es starken Konkur­renzdruck unter den Stromanbietern. Es kann deshalb sein, dass ein Ökostromanbieter günsti­ger ist als ein regionaler Stromanbieter. Nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes und zur För­derung des Ausstiegs aus der Atomenergie ist Ökostrom eine sinnvolle Alternative. Auch der Wettbewerb wird gefördert, wenn von einem großen Stromversorgern zu einem kleinen Ökostromanbieter gewechselt wird.

Ökosteuergesetze

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Höhere Kosten für den Energieverbrauch

Der Bundestag hat mit der Reform des Ökosteuergesetzes 2003 festgelegt, dass künftig Flüs­siggas, Erdgas, Heizöl und Nachtspeicherstrom höher besteuert werden. Davon sind sowohl Autofahrer als auch Energieverbraucher betroffen. Durch die Erhöhung der ermäßigten Steuer­sätze für den Wirtschaftsbereich werden die Steuereinnahmen des Bundes ebenfalls entspre­chend gesteigert. Das Ziel der höheren Besteuerung liegt zum einen darin, den Energiever­brauch über den Kostenfaktor einzudämmen, zum anderen wird das reformierte Ökosteuerge­setz vielfach auch als Maßnahme gesehen, den Bundeshaushalt zu sanieren. Betroffene werfen dem Bundestag vor, dass es primär um höhere Einnahmen und weniger um den Klimaschutz geht. Allerdings muss auch festgehalten werden, dass der Energieverbrauch nach wie vor stei­gend ist und durch eine Erhöhung der Besteuerung auch ein größeres Kostenbewusstsein bei den Bürgern herbeigeführt werden kann und soll.

Nutzung von erneuerbaren Energien sogar steuerfrei

Durch die Reduktion der Ermäßigungen für die gewerbliche Wirtschaft soll ein Abbau von Aus­nahmeregelungen erzielt werden. Es muss auch erwähnt werden, dass die Nutzung von erneuerbaren Energien damit gefördert und steuerlich begünstigt wird. So soll ein Beitrag zur Umweltschonung geleistet werden und der Fokus stärker auf alternative Energiegewinnung ge­legt werden. Die Stromsteuer, die zu den bundesgesetzlich geregelten Verbrauchssteuern zählt, wird ebenfalls durch das Ökosteuergesetz beeinflusst. Sie wurde 1999 in Deutschland eingeführt und bezieht sich auf den Verbrauch von elektrischem Strom. Besonders hier kommt es dem Stromverbraucher zugute, wenn er auf erneuerbare Energiequellen setzt, da deren Nutzung steuerfrei ist.

Schwindel bei Ökostromzertifika­ten?


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Darauf sollten Sie als Verbraucher achten

Angesichts des drohenden Klimawandels rücken Umweltthemen immer mehr ins Bewusstsein der Menschen. Bereits zwei Millionen Haushalte haben seit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 zu einem Ökostromanbieter gewechselt. Doch Achtung: Der Be­griff Ökostrom ist nicht geschützt. Für Transparenz sorgen Zertifikate, die Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energien von Kohle- oder Atomstrom-Versorgern abgrenzen. Um eines die­ser Labels zu erhalten, müssen die Stromanbieter bestimmte Anforderungen erfüllen. So ver­gibt der Technische Überwachungsverein (TÜV) sein Label nach dem Kriterium, ob ein Anbieter tatsächlich zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen bereitstellt. Der Verein "Grüner Strom Label e.V." wird von namhaften Organisationen wie dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) getragen.

Hintergrundinformationen - Gütesiegel, Zertifi­kate und Label

Das "Grüner Strom"-Label verpflichtet Anbieter, deren jährlich verkaufte Menge an Strom 1.000 Megawattstunden überschreitet, zur Belieferung der Kunden mit Ökostrom. Auch das "ok-power"-Label des Vereins "EnergieVision e.V." gilt als verlässliches Gütesiegel für Ökostrom. Die Landesgewerbeanstalt Bayern (LGA) unterscheidet zwischen regenerativem und effektivem Ökostrom. Für beide Zertifikate muss die Investition in Anlagen für die Stromerzeu­gung aus erneuerbaren Energien nachgewiesen werden. Darüber hinaus überprüft die LGA, ob der angebotene Strom aus regenerativen Energiequellen gewonnen wurde. Heftig umstritten sind jedoch RECS-Zertifikate. Mit ihrer Hilfe kann herkömmlicher Strom einfach in Ökostrom umetikettiert werden, denn diese Gütesiegel werden unabhängig von dem erzeugten Strom ge­handelt. Anbieter von Kohle- oder Atomstrom haben die Möglichkeit, Zertifikate zu kaufen und auf diese Weise das Etikett "Ökostrom" zu verwenden. Aus diesem Grund akzeptiert das "Grü­ner Strom"-Label keine RECS-Zertifikate.

Strom sparen: Tipps

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Angesichts stetig steigender Kosten für Strom gewinnt das Strom sparen immer mehr an Be­deutung. Dafür muss der Verbraucher nicht auf seinen gewohnten Komfort verzichten. Schon mit kleinen Mitteln lässt sich ein Großteil des Stromverbrauchs einsparen. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbörse.

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Neuanschaffung von elektrischen Geräten:

Oftmals ist es nicht sinnvoll, bei der Neuanschaffung von elektischen Geräten nach dem billigs­ten Typ zu greifen. Vor allem ist es wichtig, beim Kauf auf den Verbrauch des entsprechenden Gerätes zu achten. So kann bei einem angenommenen Arbeitspreis von 20 Cent pro kWh ein sparsamer Kühlschrank im Jahr ca. 65 Euro gegenüber einem herkömmlichen Modell sparen. Ähnliches gilt für Waschmaschinen, Wäschetrockner, Fernseher oder PC-Monitore. Schon nach einigen Jahren hat sich so der Mehrpreis eines Gerätes amortisiert. Wichtigstes Kriterium zur Abschätzung des Verbrauchs ist die angegebene Energieeffizienzklasse, die den Wert A oder besser haben sollte. Da die meisten größeren elektrischen Gerätschaften in der Regel sehr langlebig sind, kann hier besonders viel am Geld und am Strom gespart werden.

Beleuchtung:

Energiesparlampen sind ein weiteres probates Mittel, um Strom zu sparen. Auf Grund des technischen Fortschritts haben sich die Modelle in den letzten Jahren erheblich verbessert und stehen den normalen Glühbirnen in der Leuchtqualität kaum noch nach. Mit etwa sechs Euro pro Stück sind die Energie- sparlampen erheblich teurer in der Anschaffung als die normalen Glühbirnen. Bei 1500 Stunden Brenndauer pro Jahr kann man allerdings mit einer 15 Watt Bir­ne gegenüber einer Standardbirne mit 70 Watt Leistung mehr als 20 Euro Strom sparen. Zu­dem haben die Energiesparlampen eine bis zu 15 Mal längere Haltbarkeit als normale Glühbir­nen. Vorsicht ist bei Halogenlampen und Deckenflutern geboten. Zwar zaubern sie eine schöne Atmosphäre ins Wohnzimmer, können dabei allerdings mehrere hundert Watt verbrauchen. Hier empfiehlt es sich, beim Kauf genau auf die Leistungsdaten der Produkte zu achten.

Standby-Geräte:

In allen Haushalten sind Standby-Geräte mittlerweile die Regel. Egal, ob schnurloses Telefon, Computer, Stereo- anlage oder Fernseher - überall lauern die kleinen Stromfresser. Hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein. Zwar ist der Verbrauch der meisten Geräte im Standby-Betrieb mit ein paar Watt recht gering, aber in der Summe kann es übers Jahr gesehen doch teuer werden. Allein schon 30 Watt permanente Standby-Leistung der Geräte im Haushalt kostet bei einem Arbeitspreis von 20 Cent pro Kilowattstunden über 52 Euro im Jahr. Lohnenswert ist hier die Anschaffung von Schaltersteckdosen. Diese kosten nur wenige Euro und mit einem Klick ist ein Besuch im Restaurant verdient. Seit ein paar Jahren gibt es auch Funksteckdosen auf dem Markt, die zwar in der Anschaffung etwas teuer, dafür aber wesentlich komfortabler als die Schaltersteckdosen sind.

Kühlschrank:

Beim Griff in den Kühlschrank gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Eine gute Ordnung und ein schnelles Verschließen der Tür spart bares Geld und ist ein wichtiger Punkt beim Strom sparen. Da beim Öffnen der Kühlschranktür ein Luftaustausch zwischen kalter und warmer Luft stattfindet, muss das Gerät immer Energie aufwänden, um die Temperatur im Kühlschrank konstant zu halten. Generell gilt: 6 bis 7 Grad Celsius Kühlschrank- und Minus 18 Grad Celsius Gefrierfachtemperatur sind vollkommen ausreichend. Jedes weitere Grad kostet 5 bis 6 Prozent mehr Energie. Auch verbraucht ein voller Kühlschrank wesentlich weniger Strom als ein leerer, da die Luft ein besserer Wärmeleiter ist als die Lebensmittel. Bei einem längeren Urlaub sollte ein Kühlschrank generell abgetaut werden, ansonsten mindestens zweimal im Jahr. Durch die Bildung von Eis um die Kühlschlangen muss nämlich das Kühlaggregat mehr Energie aufwen­den, da das Eis in diesem Falle wie eine Isolierung funktioniert. Wichtig ist auch die Größe des Kühlschranks. Für einen Singlehaushalt sind 140 Liter Volumen vollkommen ausreichend. Eine vierköpfige Familie hingegen benötigt etwa 300 Liter.

Gefriertruhe:

Für größere Familien ist eine Trennung von Kühlschrank und Gefriertruhe ideal zum Sparen. Beide verbrauchen separat wesentlich weniger Energie als größere Kombinationsgeräte.
Auch für die Gefriertruhe gilt: kurzes Öffnen und regelmäßiges Abtauen sparen Strom und Geld. Idealerweise sollte eine Temperatur von Minus 18 Grad Celsius eingestellt und die Truhe in einem kühlen Raum untergebracht werden. Gerade bei älteren Gefriertruhen sollte über eine Neuanschaffung nachgedacht werden. So sparen neue Geräte bis zu 40 Prozent Strom und über 50 Euro pro Jahr ein.

Geschirrspüler:

Durch einen Geschirrspüler lassen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Nicht nur, dass er dem eigentlichen Abwäscher viel Zeit und Arbeit abnimmt. Bei richtiger Beladung und der Wahl eines Energiesparprogramms lässt sich sogar richtig Geld sparen. Die meisten neue­ren Geräte sind mit einem solchen Programm ausgestattet, das in der Waschqualität gute Re­sultate vorweisen kann. Außerdem verbraucht das Gerät so bis zu 30 Prozent weniger Energie. Beim Reinigen mit der Hand sollte generell nur mit Stöpsel gespült werden. Die Erhitzung von Wasser kostet nämlich enorm viel Energie, da das Wasser nur sehr schlechte Wärmeleiteigen­schaften besitzt.

Urlaub:

Bei längeren Reisen ist es sinnvoll, im Haushalt sämtliche Gerätschaften auszuschalten und von der Steckdose zu trennen. Ähnlich wie bei den Standby-Geräten lässt sich auf diese Weise der Energie- verbrauch in der Zeit der Abwesenheit erheblich reduzieren. Warum also den Funkwe­cker oder das schnurlose Telefon am Stecker lassen, wenn keiner da ist?

Waschmaschine:

Waschmaschinen können zu wahren Stromfressern werden. Sie gehören neben Kühlschrank und Co. zu den energiehungrigsten Geräten. Bei einer Kilowattstunde Verbrauch pro Wasch­gang und zwei Waschgängen pro Woche bereinigen sie die Geldbörse um etwa 150 Euro im Jahr. Um hier Strom zu sparen, ist eine ausreichend volle Beladung daher sehr vorteilhaft. Gleichzeitig spart eine Maschine bei 40 Grad Celsius 50 Prozent Strom gegenüber einem Waschgang mit 60 Grad Celsius. Durch neue Entwicklungen bei den Waschmaschinen und gute Waschmittel bleibt die Waschwirkung trotzdem bestehen. Gerade weil die Waschmaschine zu den Geräten im Haushalt mit dem höchsten Stromverbrauch gehört, sollte beim Kauf auf die Energieeffizienzklasse geachtet werden.

Wäschetrockner:

Noch energiehungriger als die Waschmaschine ist der Wäschetrockner. Diese Geräte haben im Schnitt etwa viermal mehr Leistung als eine Waschmaschine. Mag die Nutzung eines solchen Gerätes im Winter ganz praktisch sein, so kann im Sommer darauf verzichtet werden. Schließ­lich ist die Sonne der beste Trockner und dazu noch gratis. Wer trotzdem nicht auf einen Wä­schetrockner verzichten kann, der sollte auf Geräte mit Gasbrenner oder Wärmepumpe achten, da diese wesentlich energieeffizienter sind.

Herd und Backofen:

Wie Waschmaschine und Wäschetrockner gehört der Herd zu den Arbeitstieren im Haushalt. Für einen Elektroherd, der ebenfalls im Kilowattstunden-Bereich arbeitet, werden je nach Nut­zung bis zu 100 Euro und mehr im Jahr fällig. Wesentlich günstiger sind hier Gasherde. Beim Backen und beim Erwärmen von Gerichten kann weitestgehend auf das Vorheizen des Elektro­fens verzichtet werden. Auch die Nutzung von Restwärme hilft erheblich beim Strom sparen. Umluftöfen sind im Hinblick auf ihren Verbrauch sehr genügsam. Sie geben sich bei gleichem Ergebnis mit etwa 30 Prozent weniger Energie zufrieden. Beim Kochen mit Strom sollte darauf geachtet werden, dass die Töpfe immer die komplette Herdplatte bedecken und mit einem De­ckel versehen sind. Mit Strom betriebene Herdplatten halten die Wärme sehr lange. Sie können bereits früher abgeschaltet werden. Den mit Abstand geringsten Energieverbrauch haben In­duktionsplatten. Hier ist allerdings die Geräte- und Geschirranschaffung noch sehr kostenauf­wändig.

Kleine Küchenhelfer:

Für Mixer, Toaster, Fritteuse und Co. gilt: Klein aber oho! Oft verbrauchen sie mehr Strom als gedacht. Ein normaler Wasserkocher beispielsweise hat eine Leistung von bis zu 2 Kilowatt. Von daher kann zunächst ein bewusster Umgang mit diesen Geräten helfen, Strom zu sparen. Bei regelmäßiger Verwendung der Geräte empfiehlt es sich zudem, den Verbrauch genau zu kennen und den Neukauf stromsparender Alternativen in Erwägung zu ziehen. Bei der Benut­zung des Wasserkochers sollte nur der tatsächliche Wasserbedarf erhitzt werden. Wenn so pro Nutzung statt 90 Watt nur 30 Watt Strom für die morgendliche Tasse Tee verbraucht werden, kann im Jahr etwa 4 Euro Strom gespart werden.

Raumtemperatur:

Egal ob Gas-, Strom-, Öl- oder Holzpelletheizung: In vielen deutschen Haushalten ist die Raumtemperatur zu hoch. Jedes Grad zu viel kostet etwa sechs Prozent Energie. Strom sparen ist hier für viele nur noch Wunschdenken! Ideal für die Wohnbereiche sind 20 bis 22 Grad Cel­sius, für die Korridore und das Schlafzimmer 18 Grad Celsius und für das Bad bei Benutzung 25 Grad Celsius. Im Winter können die Richtwerte ruhig um zwei Grad Celsius niedriger ange­setzt werden. Schließlich muss man ja nicht in T-Shirt und kurzen Hosen durch die Wohnung flanieren. Warme Socken und ein flauschiger Pullover sorgen für ein behagliches Befinden und helfen gleichzeitig, die Energiekosten zu senken.

Warmes Wasser:

Viele Haushalte besitzen noch elektrische Boiler zur Warmwasseraufbereitung. Diese sind wah­re Strom- fresser. Viele Geräte liegen hier im Leistungsbereich zwischen 1,5 und 2,5 Kilowatt. Wesentlich effektiver ist die Nutzung von Gas zur Warmwasserherstellung. Ein langes Bad in der Badewanne wirkt entspannend, verbraucht allerdings 80 bis 150 Liter warmes Wasser. Beim Duschen sind es nur etwa 35 Liter. Außerdem spart Duschen zusätzlich Energie, da etwa drei bis fünf Grad kälteres Wasser als beim Baden von der Temperatur her genau so empfun­den wird. Auch kann viel Geld und Strom gespart werden, wenn Geräte wie die Waschmaschi­ne und der Geschirrspüler an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden.

Heizen und Lüften:

Der größte Leistungskiller beim Heizen ist das Zustellen von Heizkörpern. Sperrige Möbel wir­ken wie ein Schild und verhindern im Zusammenspiel mit Gardinen die Luftzirkulation. So kommt es zu einem Hitzestau und der Raum kann nicht gleichmäßig aufgeheizt werden. Von Vorteil ist auch eine gute Isolierung hinter dem Heizkörper, damit nicht zu viel Wärme an das Mauerwerk abgegeben wird. Wichtig beim bewussten Energiesparen sind auch gut isolierte Fenster mit einer hohen Dämmfähigkeit. Neuere Fenster haben eine spezielle Gasfüllung mit Neon oder Xenon, wodurch sie noch weniger Wärme nach außen abgeben und im Sommer we­niger Wärme in die Wohnung lassen. Ein zentraler Punkt beim sparsamen Umgang mit Heiz­energie ist das Lüften. Gerade im Winter sollten angekippte Fenster vermieden werden. Hier kommt das so genannte Stoßlüften zum Einsatz. Ein bis zwei Mal am Tag wird die Wohnung mit weit geöffneten Fenstern für maximal 10 Minuten gelüftet, bis ein kompletter Luftaustausch stattgefunden hat. Dadurch kühlen die Möbel und die Wände nicht so stark aus. Der genaue Zeitpunkt des kompletten Luftaustausches ist dann erreicht, wenn sich beim Lüften auf den Außenseiten der Fenster kein Beschlag (Kondenswasser) mehr befindet.

Fernseher und HiFi:

TV-Geräte und Stereoanlagen kommen zwar nicht auf so hohe Leistungswerte wie Waschma­schine und Co.. Hier macht allerdings die Nutzungsdauer den Preis. Bei einem Fernseher mit 250 Watt und vier Stunden Laufzeit am Tag summieren sich die Stromkosten im Jahr auf über 73 Euro. Moderne HiFi-Geräte liegen in einem ähnlichen Leistungs- und Verbrauchsbereich. Wer dennoch nicht auf laute Musik verzichten möchte, der kann bereits für relativ wenig Geld gute Funkkopfhörer erwerben. Das schont neben dem Geldbeutel auch die Nerven der Nach­barn. Generell gilt bei TV-Geräten, dass der Stromverbrauch mit der Größe zunimmt. Braucht ein kleiner 17-Zoll LCD-Fernseher beispielsweise 50 Watt, so kann ein 32-Zoll Bildschirm mit gleicher Technologie bereits auf 200 Watt kommen. Im Hinblick auf die verschiedenen Techni­ken haben sich LCD und Plasmafernseher mittlerweile im Stromverbrauch aneinander angenä­hert.

PC und Laptop:

Mit Computer-Standgeräten und Laptops verhält es sich ähnlich wie mit TV-Geräten. Normale Computer verbrauchen bis zu 200 Watt. Gerade bei leistungsfähigen Rechnern können die Ver­brauchswerte noch wesentlich höher ausfallen. Ein normaler Computer verbraucht bei vierstün­diger täglicher Nutzung im Jahr knapp 300 Kilowattstunden. Damit liegt er fast gleichauf mit dem Kühlschrank und dem Fernseher. In der Kombination mit einer Stereoanlage lauert hier ei­ner der größten Stromfresser im Haushalt. Wesentlich effizienter sind Notebooks. Sie verbrau­chen etwa nur ein Fünftel der Energie. Wer also den Computer mehr zum Arbeiten gebraucht und wenig spielt, der sollte beim Neukauf eines Gerätes auf einen Laptop umsteigen. Damit ist man nicht nur mobil, sondern spart auch Geld und schont die Umwelt.


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